Einsatz: Glimbrand Holzindustrie Hasslacher Preding (B15)

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Ein Brandmelder bei der Holzindustrie Hasslacher in Preding hat frühzeitig am Pfingstsonntag, den 20. Mai, Alarm geschlagen.

Nach der Erkundung der ersteintreffenden Feuerwehren wurde festgestellt, dass hier zahlreiche Atemschutztrupps der umliegenden Wehren
zur Bekämpfung des schwer zugänglichen Glimmbrandes in einer Zwischendecke notwendig sein werden. Daraufhin wurde vom Einsatzleiter
der FF Preding um ca. 15 Uhr die nächsthöhere Alarmstufe B15 / Industriebrand ausgerufen. Insgesamt wurden dadurch folgende Kräfte alarmiert bzw. waren anwesend:

  • FF-Preding 
  • FF-Wohlsdorf 
  • FF-Wettmannstätten 
  • FF-Mettersdorf
  • FF-Kraubath 
  • FF-Michgleinz 
  • BTF Magna Lannach
  • Rotes Kreuz mit 1 RTW und 2 Mann 
  • Polizei mit 2 Fahrzeugen und 3 Beamten 
  • Bürgermeister Adolf Meixner 
  • Vertreter der Firmenleitung

Nach unklarer Lage des Glimmbrandes wurde von der Einsatzleitung der Atemschutztrupp der FF Kraubath zu einer Lageerkundung
zum Brandbereich entsendet, um daraufhin weitere Maßnahmen gezielt einleiten zu können. Im Brandbereich bot sich dem Trupp
folgende Situation: In einer Zwischendecke oberhalb einer Produktionshalle verliefen mehrere ungefähr je 5 cm dicke Kabel nebeneinander.
Mit der Wärmebildkamera konnte eine massive Wärmeentwicklung festgestellt werden, Temperaturen bis zu 400 °C waren feststellbar.
Die teilweise vorhandene Sägespäne im unmittelbaren Kabelbereich führte dann schlussendlich zum Glimmbrand, wobei während dem
Einsatz nicht mit vollständiger Sicherheit davon ausgegangen werden konnte, dass die dicken glühenden Kabel tatsächlich stromfrei waren. 

Zur weiteren Lagebesprechung wurden im Brandraum noch Bild- und Videoaufnahmen durchgeführt, um diese anschließend
der Einsatzleitung weitergeben zu können. Von der Einsatzleitung in Absprache mit der Firmenleitung wurde daraufhin veranlasst,
einen Industriesauger zu organisieren, um in Kombination mit Wasserkühlung und Absaugung den Glimmbrand bekämpfen zu können.

Weitere Kräfte der FF Kraubath unterstützten beim Entrauchen der Produktionshalle mittels Hochdruckbelüfter sowie beim Aufbau des Industriesaugers.

Insgesamt waren weitere 13 Atemschutztrupps im Anschluss zur Brandbekämpfung notwendig, bis dann  schlussendlich kurz nach 19 Uhr "Brand-Aus" gegeben werden konnte.

 

Im Einsatz der FF Kraubath waren: TLF 500 TS sowie MTFA Kraubath mit 11 Mann
Einsatzcode: B15 Industrie

 Fotos: (c) FF Kraubath sowie (c) FF Preding

Weitere Fotos: siehe Flickr / FF Kraubath

 

Bericht: E.N.

 

 

 

Kraubath in der Weststeiermark